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Von Heroku zu Deploio: Wie Renuo den Schweizer Cloud-Umstieg meisterte

Von Heroku zu Deploio: Wie Renuo den Schweizer Cloud-Umstieg meisterte

Eine Slack-Nachricht, eine reibungslose Migration – und endlich Cloud-Hosting aus der Schweiz.

Die Ausgangslage: Heroku war nicht mehr tragbar

Die Renuo AG ist ein Schweizer Software-Ingenieursbüro mit einer klaren Mission: grossartigen Code schreiben – vorzugsweise in Ruby on Rails. Server-Administration? Nicht ihr Ding. Jahrelang erfüllte Heroku genau diesen Zweck: Code pushen, deployen, fertig.

Doch als inhabergeführtes Schweizer Unternehmen störte Renuo etwas Grundlegendes: Heroku ist amerikanisch und läuft auf AWS. Das bedeutet US CLOUD Act, Daten ausserhalb der Schweiz und im Zweifelsfall keinerlei Kontrolle.

«Wir haben oft darüber nachgedacht, dass es doch möglich sein müsste, ein so cooles Produkt wie Heroku in der Schweiz zu verwenden – wo wir Türen eintreten können, wenn uns etwas nicht gefällt», erklärt Josua Schmid, CTO von Renuo. «Viel Glück damit bei Salesforce.»

Dazu kam: Der Enterprise-Vertrag bei Heroku war, wie Schmid es nennt, «ein Konstrukt aus der Hölle». Steigende Preise, gestrichene Free Tiers und zunehmende Outages machten die Situation nicht besser.

Die Lösung: Deploio – die Schweizer Heroku-Alternative

Die Idee zu Deploio entstand nicht im stillen Kämmerlein – sondern aus zwei unabhängigen Gedanken, die zur richtigen Zeit zusammenfanden. Renuo wollte schon länger weg von US-Hosting und ihre Anwendungen in der Schweiz betreiben. Gleichzeitig hatten wir bei Nine bereits im Sommer 2022 überlegt, eine Application Engine auf unserer bestehenden Kubernetes-Infrastruktur aufzubauen – eine zusätzliche Schicht, die den Zugang zu unseren Services vereinfacht.

Der Auslöser kam im August 2022, als Heroku eine Preiserhöhung ankündigte, die für Renuo fast eine Vervierfachung bedeutet hätte. Am 23. September 2022 postete Samuel Steiner, Mitgründer von Renuo, in einem Unternehmer-Netzwerk, ob andere ähnliche Probleme mit Heroku hätten. Tom Hug, CEO von Nine, sah den Post und meldete sich: «Wir haben nicht dasselbe Problem, aber wir sollten reden.»

Daraus entstand eine Zusammenarbeit, die beiden Seiten zugutekam. Nine brachte den gesamten technischen Unterbau mit – eigene Rechenzentren, Nutanix-Infrastruktur und die Nine Kubernetes Engine (NKE). Renuo brachte die Kundenperspektive ein. «Wir als Ingenieure haben oft Dinge gebaut, die wir cool fanden», erzählt Tom Hug beim TechTalkThursday #18. «Durch Renuo hatten wir zum ersten Mal jemanden an Bord, der uns zeigte, was der Markt wirklich braucht.»

Ende November 2022 fiel der Go-Entscheid für den MVP. Das Team validierte die Idee zusätzlich bei zehn weiteren Agenturen – das Feedback war durchweg positiv. Ab Juli 2023 luden wir 30 Beta-Tester ein, im August 2023 migrierten wir docs.nine.ch als erste produktive Anwendung auf Deploio, und im Herbst 2023 wurde die Plattform schrittweise für alle Kunden freigeschaltet.

Das Ergebnis: Eine PaaS-Lösung, die eine Git-URL entgegennimmt und eine laufende Anwendung mit SSL-Zertifikaten zurückgibt – auf Schweizer Infrastruktur, mit entscheidenden Unterschieden zu Heroku:

  • Schweizer Standort: Alle Daten bleiben in der Schweiz
  • Kein CLOUD Act: Keine US-Behördenzugriffe
  • Persönlicher Support: Echte Ingenieure statt anonyme Ticketsysteme
  • Faire Preisstruktur: Transparent und ohne versteckte Kosten

Für Renuo war die Migration reibungslos. Das Team konnte sich weiterhin auf das konzentrieren, was es am besten kann: Code schreiben. Der Rest – Kubernetes, Bare-Metal-Server, Kernel-Updates, Client-Trennung – liegt in unseren Händen.

Das Ergebnis: Fokus auf Code, nicht auf Infrastruktur

Im Softwaregeschäft zu sein bedeutet nicht automatisch, auch das Infrastruktur-Business in- und auswendig zu kennen. Renuo wollte weder Kubernetes selbst betreiben noch irgendetwas mit Bare-Metal-Servern zu tun haben.

Heute sieht der Workflow bei Renuo so aus:

  1. Code entwickeln
  2. git push
  3. CI/CD läuft automatisch
  4. Kunden können testen

Wir – in diesem Fall mit Deploio – kümmern uns um die gesamte Schweizer Infrastruktur. Renuo kann sich voll und ganz darauf fokussieren, hervorragenden Code für ihre Kunden zu schreiben.

Was Renuo heute über Deploio sagt

«Cloud ja, aber am besten in der Schweiz von einer Schweizer Firma mit fähigen Ingenieurinnen und Ingenieuren, nicht nur Amazon-Resellerinnen und -Resellern – das kriegen wir mit Deploio. Nine kümmert sich um die Infrastruktur, befindet sich in der Schweiz und die Leute dort machen ihre Arbeit sehr gut. Ich musste bisher keine Türen am Stauffacher eintreten.»

— Josua Schmid, CTO Renuo AG

Was damals mit einer einzigen Slack-Nachricht begann, ist heute eine unserer wertvollsten Partnerschaften. Neben der Migration arbeiten wir mit Renuo kontinuierlich zusammen, um Deploio weiterzuentwickeln – auf Basis von regelmässigem Feedback aus dem echten Entwickleralltag.

Diese Partnerschaft zeigt sich auch öffentlich: Beim TechTalkThursday #26 sprach Josua Schmid über «Mentale Modelle vs. Deploio-Realität» – ein ehrlicher Einblick in die Developer Experience aus Kundensicht. Und beim Swiss Python Summit 2025 traten wir gemeinsam mit Renuo als Bronze-Sponsor auf.

Warum immer mehr Entwickler Heroku verlassen

Der Fall Renuo ist kein Einzelfall. Seit Heroku den Free Tier gestrichen hat und die Preise kontinuierlich steigen, suchen immer mehr Schweizer Unternehmen nach Alternativen. Die häufigsten Gründe:

  • Datenschutz: DSGVO-Konformität und Schweizer Datenhoheit werden wichtiger
  • Kosten: Heroku wird zunehmend teurer, ohne Mehrwert zu bieten
  • Stabilität: Outages häufen sich
  • Support: Bei Problemen landet man im anonymen Ticketsystem

Deploio adressiert all diese Punkte – und bietet dabei die gleiche Developer Experience, die Heroku-Nutzer gewohnt sind.

Update Februar 2026: Salesforce stellt Heroku-Entwicklung ein

Was sich seit Monaten abzeichnete, ist nun offiziell: Anfang Februar 2026 hat Salesforce bekanntgegeben, dass Heroku in den sogenannten «Sustaining Engineering Mode» wechselt. Konkret heisst das: keine neuen Features mehr. Die Plattform bleibt zwar vorerst online und bestehende Kunden können ihre Verträge verlängern – doch neue Enterprise-Verträge werden nicht mehr angeboten.

Salesforce investiert stattdessen in Agentforce, die hauseigene AI-Plattform. Heroku, einst die Referenz für entwicklerfreundliches Cloud-Hosting, wird damit faktisch auf Eis gelegt. Branchenanalysten formulieren es unverblümt: Überhöhte Preise hätten Heroku geschwächt und die strategische Neuausrichtung auf AI den letzten Nagel in den Sarg geschlagen.

Für Teams, die heute noch auf Heroku setzen, stellt sich die Frage nicht mehr ob, sondern wann sie migrieren. Die Renuo-Story zeigt, dass der Umstieg auf Deploio in kurzer Zeit und ohne Unterbrechung machbar ist – mit dem Vorteil, auf einer Plattform zu landen, die aktiv weiterentwickelt wird.

Fazit: Cloud-Hosting muss nicht kompliziert sein

Die Geschichte von Renuo zeigt: Der Wechsel von Heroku zu einer Schweizer Alternative muss kein Mammutprojekt sein. Mit der richtigen Plattform und einem Partner, der die Bedürfnisse von Entwicklern versteht, kann die Migration reibungslos ablaufen.

Für Renuo war Deploio genau das: Eine Lösung, die ihnen erlaubt, sich auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren – grossartigen Code schreiben – während wir uns um die Infrastruktur kümmern.

Du überlegst, von Heroku zu wechseln? Deploio bietet dir:

  • Schweizer Datenhoheit
  • Persönlichen Support von echten Ingenieuren
  • Faire, transparente Preise
  • Eine Migration, die in 30 Minuten machbar ist

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